Liebesfilme

Der Mensch liebt Liebesfilme


Dieses Genre des Films ist eines der ältesten neben dem Dokumentarfilm. Selbst wenn das weibliche Geschlecht wohl - Vorurteil hin oder her - ganz klar der priorisierte Konsument des Filmes ist, so gibt es doch kaum einen Mann auf der Welt, der noch keinen Liebesfilm gesehen hat. Und die Umsatzzahlen geben den Produzenten recht. Mit dem Ansehen eines Liebesfilms entzieht man sich zumindest einen
kurzen Moment der harten Realität, die durch Zahlen und Wettbewerb dominiert wird.

Liebesfilme und Hoffnung


Liebesfilme sind eigentlich ein Paradoxum: Wenn man einsam ist, wird einem eigentlich nur noch deutlicher, WIE einsam man ist und ist man glücklich liiert, sieht man sich doch eher seinen eigenen, realen Liebesfilm an. Dementsprechend verbreitet dieser Film eigentlich genau das Gegenteil von dem, was er verspricht: Das Happy End. Doch so kitschig, romantisch, übertrieben oder unwahrscheinlich Liebesfilme auch oft sind, was hat man nicht schon alles gemeinsam mit den Helden der Liebesfilme erlitten und erduldet. Und wie glücklich ist man, haben sich die beiden Hauptdarsteller am Ende doch bekommen. Auch kann man sich schwer der Hoffnung entziehen, die Liebesfilme schaffen - die Hoffnung, dass das Erleben einer so reinen Liebe, wie man sie gerade gesehen hat, für einen selbst doch möglich ist, egal, wie aussichtslos es doch gerade im eigenen Leben mal wieder aussieht.